Der äußerste Süden: Land aus Salz und Wind
Der Süden Ibizas ist eine Welt für sich. Hier wird die Insel flach, erstreckt sich zum Meer hin und löst sich in einer Folge von langen Stränden, flachen Dünen und Salzteichen auf, die unter der Sonne wie riesige Spiegel mit wechselnden Farben funkeln.
Es ist eine horizontale, offene Landschaft, vom Wind durchweht und bewohnt von Zugvögeln, die in diesen Salzgärten eines der wichtigsten Feuchtgebiete des Mittelmeers finden. Und am Ende von allem, an der südlichsten Spitze der Insel, erhebt sich die Torre de Ses Portes, eine einsame Wächterin, die seit Jahrhunderten die enge Durchfahrt zwischen Ibiza und Formentera beobachtet.
Startpunkt der Route von Es Cavallet
Die vollständigste Route zur Torre de Ses Portes beginnt auf dem Parkplatz des Strandes Es Cavallet, zu dem man über die Straße von dem Kreisverkehr Ses Salines gelangt. Es gibt klare Beschilderung und einen großzügigen kostenlosen Parkplatz unter den Pinien.
Von hier folgt der Weg dem Strand etwa drei Kilometer nach Süden bis zur Spitze von Ses Portes. Es ist eine völlig ebene Route ohne technische Schwierigkeiten.
Es Cavallet: der freie Nudistenstrand
Es Cavallet ist ein langer und gerader Strand, geschützt durch einen Dünengürtel, in dem verkrümmte Wacholderarten, Wacholder und Meereslilien wachsen. Es ist ein Nudistenstrand zum größten Teil, etwas sehr Natürliches auf Ibiza, wo die Kultur des freien Körpers seit den siebziger Jahren tief verwurzelt ist.
Am Rande des Wassers zu spazieren, mit festem Sand unter den Füßen und dem Meer an den Knöcheln leckend, ist ein einfaches und tiefes Vergnügen, das nie aus der Mode kommt.
Die Dünen und die Vegetation
Je weiter Sie nach Süden gehen, desto enger wird der Strand und desto mehr gewinnen die Dünen an Bedeutung. Dieses Dünensystem ist zerbrechlich und wertvoll, daher ist es wichtig, immer am Rand oder auf markierten Wegen zu gehen, niemals über die Dünen.
Die Vegetation hier ist perfekt an die extremen Bedingungen angepasst:
- Wacholderarten: wachsen dicht am Boden, vom Wind geformt
- Wacholder: bilden kompakte Kissen, um Salzigkeit zu widerstehen
- Strandhafer: wurzelt tief im Sand, um die Dünen zu verankern
- Meereslilien: blühen im Sommer weiß und würzen die Brise
Wenn Sie ins Landesinnere schauen, sehen Sie die Salzgartenpfützen, die je nach Jahreszeit türkis, rosa oder intensiv rot sein können. Oft sehen Sie Flamingos beim Fressen, die ihre langen Hälse ins Wasser tauchen, um die kleinen Krebstiere zu filtern, von denen sie sich ernähren.
Interessante Tatsache: Die Farben der Salzgartenbecken sind auf verschiedene Mikroorganismen zurückzuführen, die im hypersalinen Wasser leben. Sie schaffen eine Landschaft, die eher auf dem Mars als im Mittelmeer zu sein scheint. Die besten rosa und roten Töne sind im Sommer zu sehen, wenn die Verdunstung am intensivsten ist.
Die Torre de Ses Portes
Am Ende des Strandes führt ein kleiner Feldweg durch einen letzten Abschnitt von Küstengestrüpp zur Turm. Sie wurde im 18. Jahrhundert als Teil des Küstenwachtturmsystems erbaut, das die Insel vor Piratenangriffen schützte.
Ihr Name, was "der Turm der Tore" bedeutet, bezieht sich auf die Schifffahrtsstraße zwischen Ibiza und Formentera, bekannt als Es Freus, eine der meistbefahrenen und gefürchtetsten Routen der lokalen Seeleute aufgrund ihrer starken Strömungen.
Aussicht vom Turm
Von der Basis des Turms aus sind die Ausblicke spektakulär. Formentera liegt direkt davor, so nah, dass man die Häuser von Es Pujols und die Silhouette des Leuchtturms von La Mola erkennen kann. Zwischen beiden Inseln erstrecken sich die Inselchen von Es Freus: s'Espalmador mit seinem berühmten Strand, Es Penjats mit seinem Leuchtturm und mehrere kleinere Inselchen, die wie schlafende Walrücken aus dem Wasser auftauchen.
Praktische Informationen
- Entfernung: 6 km (Hin- und Rückfahrt von Es Cavallet)
- Schwierigkeitsgrad: Niedrig, völlig eben, geeignet für Familien und Personen mit eingeschränkter Mobilität (teilweise)
- Dauer: 2,5–3 Stunden Hin- und Rückfahrt
- Beste Zeit: Ganzjährig (im Sommer ist Sonnenschutz unerlässlich)
- Schatten: Praktisch keine auf der gesamten Route
- Wasser: Es gibt keine Quellen, bringen Sie reichlich Wasser mit